Frauenriege

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Wenn Turnerinnen ins Blaue fahren
 
               

Am letzten Augustsonntag trafen sich 18 Turnerinnen der Frauenriege Säge Herisau auf dem SOB-Bahnhof, um ins Blaue zu fahren.
 
Mit viel Geplapper wurde die knapp einstündige Fahrzeit nach Rapperswil verkürzt. Dort angekommen erreichten die Frauen nach wenigen Schritten ein Café, wo sie mit Kaffee und Gipfeli verwöhnt wurden.
 
Doch schon bald hiess es aufbrechen, und die Füsse trugen die Turnerinnen zum Holzsteg, der sie nach Hurden führte. In der Zwischenzeit waren die Nebelschwaden verschwunden, und beim Spaziergang über die Holzplanken war die Gruppe dankbar um den feinen Wind, denn die Sonne meinte es gut mit ihr.
Auf dem Holzsteg versuchten Fischer ihr Glück, und auch einige Sportler waren unterwegs. Die Frauenriege ihrerseits begnügte sich den verschiedenen Wasservögeln zuzuschauen und die Fische zu beobachten. Bald war der Steg zu Ende, doch der Weg führte weiter dem Seedamm entlang nach Pfäffikon SZ.
 
Von hier aus ging es einige Stationen mit dem Zug weiter bis nach Au ZH. Bald hiess es: „Aussteigen!“, denn ein kurzer Spaziergang und 211 Treppenstufen warteten auf die Turnerinnen. Diese führten den Rebhang hinauf, wo schon fast reifen Trauben an den Rebstöcken hingen. Beim Landgasthof „Halbinsel Au“ angelangt, konnte bei schönstem Sonnenschein auf den Zürichsee geblickt werden.
Gerne nahm die Gruppe das Mittagessen auf der Terrasse ein. Doch die Zeit war schnell vorbei und ein steiler Weg führte und zum Schiffssteg hinunter. Trotz etwas Verspätung konnten die Frauen in den sehr gut besetzten Schaufelraddampfer einsteigen und sich allesamt ein Plätzchen ergattern. Mit dem Beobachten der Möwen und der Segler oder bei Gesprächen verging die Zeit wie im Flug. Wohlbehalten erreichten die Turnerinnen Mitte Nachmittag wieder die Rosenstadt, und mit der S-Bahn ging es weiter nach Pfäffikon ZH.
 
Durch enge Gassen spazierte die Gruppe zum Pfäffikersee hinunter und nahm den einstündigen Naturschutzweg unter die Füsse. Mit dem abermaligen Einheizen der Sonne wurden die Schritte etwas schwerer. Der etwas holperige Weg führte sie gegen Schluss an schwer behangenen Äpfel- und Birnenbäumen vorbei zur Juckerfarmart.
So etwas hatten die Frauen noch nie gesehen. Kürbisse wohin das Auge reichte. Speise-, wie auch Zierkürbisse in den tollsten Farben und Sorten präsentierten sich. Mit kleinen und grösseren Kürbissen wurden auf dem ganzen Arial der Schellen Ursli, Tischlein-deck-dich, Nils Holgerson, Max und Moritz dargestellt. Für die Kleinen gab es einen Streichelzoo, für den Gaumen feine Sachen aus dem Hofladen zu kaufen. Einige Turnerinnen konnten den Kürbissen nicht widerstehen und kauften die Zutaten für eine nächste Kürbissuppe gleich ein. Doch bald wurde es Zeit, den Heimweg unter die Füsse zu nehmen. Eine halbstündige Wanderung hinunter nach Aachthal und S-Bahn und Voralpen-Express beförderten die müde Turnerschar wieder heim.
 
Angela Kohler

Web-Administrator